WAS MACHE ICH WENN…

    © MEIER KREI 2017
- ADOLPH FREIHERR VON KNIGGE -
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ADRESSE MEIER KREI  SCHUMANNSTRASSE  16 42781 HAAN
KONTAKT email:      kontakt@meier-krei.de telefon:   +49 2129 59 09 316
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Regelmäßig bekomme ich in Seminaren oder bei Vorträgen Fragen gestellt, die mit „Was tue ich, wenn …“ beginnen. Manche sind lustig, manche sind kurios, manche sind alltäglich.   Auf dieser Seite veröffentliche ich regelmäßig die interessantesten Fragen und meine Antworten dazu.
Was mache ich,  … wenn meine Chefin Essensreste zwischen den Zähnen hat? Das ist ja sicher jedem von uns schon mal passiert. Besonders Spinat, aber auch andere böse Kräuter klammern sich ja gerne mal nach dem Essen an unsere Zähne. Was aber tun, wenn wir diese grünen Reste zwischen den Zähnen der unnahbaren Chefin sehen? Da gibt es nur eine Lösung: Machen Sie Ihre Vorgesetzte – möglichst unter vier Augen – auf das Gemüse aufmerksam. Auch wenn Ihnen das unangenehm sein sollte, es muss sein. Stellen Sie sich mal vor, die Chefin bemerkt abends beim Zähneputzen den Spinat vom Mittagessen. Dann wird sie wissen, dass Sie das Grün den ganzen Tag gesehen und nichts gesagt haben. Und sie wird – zu Recht – wütend sein. … wenn eine andere auf einer Party das gleiche Kleid hat wie ich? Fotos! Machen Sie möglichst viele Fotos gemeinsam. Lachen Sie darüber und zeigen Sie damit allen anderen Gästen, dass Sie Humor haben. So eine kleine Panne kann jemandem wie Ihnen auf gar keinen Fall den Abend verderben. … wenn mir die älteren Kollegen mittags lautstark „Mahlzeit“ zurufen? In manchen dunklen Kellern und langen Bürofluren hält sich dieser altmodische Mittagsgruß hartnäckig. Ist auch nicht weiter schlimm. Tut ja nicht weh. Es wünscht Ihnen ja lediglich jemand – wenn auch in einer sehr unmodernen Form – eine schöne Mittagspause. Deshalb können Sie antworten mit „Danke“ oder „Guten Tag“ oder „Ihnen auch“. Das hängt von der Situation und Ihrem Geschmack ab. Sagen Sie aber bitte nie „Mahlzeit“- sagt man nicht mehr. Denn Menschen mit guten Umgangsformen weisen andere nicht auf Fehler hin. … wenn mein Kollege in unserem Großraumbüro mittags mit einem Döner die Luft verpestet? Für Großraumbüros gelten besondere Knigge-Regeln. An einem Ort, an dem viele Menschen zusammenarbeiten, sollte jeder Rücksicht auf die Kollegen nehmen. Das Büro in der Mittagszeit geruchstechnisch in einen türkischen Imbiss zu verwandeln ist nicht rücksichtsvoll. Vielleicht weiß der Döner-Mann gar nicht, wie intensiv seine Leibspeise riecht? Sprechen Sie ihn unter vier Augen darauf an, wie unangenehm Ihnen dieser Geruch ist. … wenn mir mein Kunde bei einem Hausbesuch bei 30 Grad nichts zu trinken anbietet? Vermutlich war Ihr Kunde etwas aufgeregt. Versicherungsberater zu Hause zu empfangen ist für manchen Menschen eine ungewöhnliche Situation. Ihr Kunde hat vielleicht einfach vergessen, Ihnen ein Getränk anzubieten. Normalerweise würde ich nicht selbst darum bitten. Erwachsene Menschen kommen durchaus eine Zeitlang ohne Flüssigkeitszufuhr aus. Wenn es sich aber um eine Sondersituation wie eine Hitzewelle handelt, darf man ruhig nachfragen. Es hilft ja niemandem, wenn Sie sich vor lauter Flüssigkeitsmangel nicht mehr konzentrieren können. … wenn jemand niest? Auf keinen Fall „Gesundheit“ sagen! Als im Mittelalter die Pest umging, steckten sich die Menschen durch Tröpfcheninfektion an. Daher sagte man, wenn jemand nieste, „Gott gebe mir Gesundheit“, später wurde daraus die Kurformel „Gesundheit!“. Es ging also nie darum, dem anderen Gesundheit zu wünschen, sondern sich selbst. Und heute in Zeiten heftiger Grippeepidemien heißt „Gesundheit!“ auch nichts anderes als „Vielen Dank, dass du mir deine Viren und Bakterien entgegenschleuderst!“. Wollen Sie das wirklich zu jemandem sagen? In vielen anderen Ländern glaubte man im Mittelalter, dass beim Niesen die Seele  mit herausgeschleudert würde und so der Teufel in den Körper eindringen könne. Ein „Gott segne dich“ oder kurz und englisch „Bless you“ sollte Schlimmstes verhindern. Heute glauben wir dank Aufklärung und medizinischem Fortschritt nicht mehr an solchen Unsinn und brauchen deshalb diese Formel nicht mehr. Das Beste ist also in jedem Fall, das Niesen des anderen zu überhören. Passiert es Ihnen selbst, entschuldigen Sie sich höflich dafür. … wenn mein Sitznachbar im Zug so laut schnarcht, dass der ganze Wagon ihn hört? In allen schwierigen Situationen, in denen es (noch) keine festgelegten Benimmregeln gibt, handele ich nach der sogenannten goldenen Regel (oder Kants kategorischem Imperativ): „Behandele andere immer so, wie du behandelt werden willst.“ Ich überlege dann ganz konkret, was mir in der jeweiligen Situation helfen oder guttun würde. In diesem Fall würde ich davon ausgehen, dass der schnarchende Mann nicht möchte, dass er vom gesamten Zug angestarrt wird. Ich würde ihn deshalb sehr vorsichtig wecken und ihm mit einem freundlichen Lächeln die Situation erklären. … wenn bei meinem Azubi das Deo versagt hat? Vermutlich hat der Auszubildende gar nicht bemerkt, dass er streng riecht, sonst hätte er an diesem Umstand sicher etwas geändert. Ich würde ihm diese Tatsache deshalb schonend beibringen und ihn bitten, am nächsten Tag mit leistungsstarkem Deo zur Arbeit zu kommen. … wenn mein Kunde beim Geschäftstermin Wein bestellen möchte? Ob Sie mit Ihrem Kunden zusammen ein oder mehrere Gläser Wein – oder andere alkoholische Getränke – zu sich nehmen sollten, hängt sehr von der Situation ab. Wenn schon ein Glas Wein Ihre Konzentration trübt, lehnen Sie lieber höflich ab. Falls nicht, spricht nichts gegen ein gepflegtes Glas zum Essen, im Gegenteil, gemeinsam genießen kann auch Verbundenheit schaffen. Wenn Sie sich abends nach getaner Arbeit treffen, darf es auch ein Glas mehr sein. Allerdings sollten Sie Ihre Grenzen ganz genau kennen. Es wäre schon sehr ärgerlich, wenn der Termin peinlich enden würde, weil Sie Dinge ausplaudern, die Ihnen nüchtern nie über die Lippen gekommen wären. Bier statt Wein ist eher unüblich, kann aber durchaus Sinn machen, wenn das Treffen in einem Brauhaus stattfindet. Niemals sollten Sie allein Alkohol trinken, entweder beide/alle oder keiner.
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Regelmäßig bekomme ich in Seminaren oder bei Vorträgen Fragen gestellt, die mit „Was tue ich, wenn …“ beginnen. Manche sind lustig, manche sind kurios, manche sind alltäglich.   Auf dieser Seite veröffentliche ich regelmäßig die interessantesten Fragen und meine Antworten dazu.
Was mache ich,  … wenn meine Chefin Essensreste zwischen den Zähnen hat? Das ist ja sicher jedem von uns schon mal passiert. Besonders Spinat, aber auch andere böse Kräuter klammern sich ja gerne mal nach dem Essen an unsere Zähne. Was aber tun, wenn wir diese grünen Reste zwischen den Zähnen der unnahbaren Chefin sehen? Da gibt es nur eine Lösung: Machen Sie Ihre Vorgesetzte – möglichst unter vier Augen – auf das Gemüse aufmerksam. Auch wenn Ihnen das unangenehm sein sollte, es muss sein. Stellen Sie sich mal vor, die Chefin bemerkt abends beim Zähneputzen den Spinat vom Mittagessen. Dann wird sie wissen, dass Sie das Grün den ganzen Tag gesehen und nichts gesagt haben. Und sie wird – zu Recht – wütend sein. … wenn eine andere auf einer Party das gleiche Kleid hat wie ich? Fotos! Machen Sie möglichst viele Fotos gemeinsam. Lachen Sie darüber und zeigen Sie damit allen anderen Gästen, dass Sie Humor haben. So eine kleine Panne kann jemandem wie Ihnen auf gar keinen Fall den Abend verderben. … wenn mir die älteren Kollegen mittags lautstark „Mahlzeit“ zurufen? In manchen dunklen Kellern und langen Bürofluren hält sich dieser altmodische Mittagsgruß hartnäckig. Ist auch nicht weiter schlimm. Tut ja nicht weh. Es wünscht Ihnen ja lediglich jemand – wenn auch in einer sehr unmodernen Form – eine schöne Mittagspause. Deshalb können Sie antworten mit „Danke“ oder „Guten Tag“ oder „Ihnen auch“. Das hängt von der Situation und Ihrem Geschmack ab. Sagen Sie aber bitte nie „‚Mahlzeit‘ sagt man nicht mehr“. Denn Menschen mit guten Umgangsformen weisen andere nicht auf Fehler hin. … wenn mein Kollege in unserem Großraum- büro mittags mit einem Döner die Luft verpestet? Für Großraumbüros gelten besondere Knigge- Regeln. An einem Ort, an dem viele Menschen zusammenarbeiten, sollte jeder Rücksicht auf die Kollegen nehmen. Das Büro in der Mittagszeit geruchstechnisch in einen türkischen Imbiss zu verwandeln ist nicht rücksichtsvoll. Vielleicht weiß der Döner-Mann gar nicht, wie intensiv seine Leibspeise riecht? Sprechen Sie ihn unter vier Augen darauf an, wie unangenehm Ihnen dieser Geruch ist. … wenn mir mein Kunde bei einem Hausbesuch bei 30 Grad nichts zu trinken anbietet? Vermutlich war Ihr Kunde etwas aufgeregt. Versicherungsberater zu Hause zu empfangen ist für manchen Menschen eine ungewöhnliche Situation. Ihr Kunde hat vielleicht einfach vergessen, Ihnen ein Getränk anzubieten. Normalerweise würde ich nicht selbst darum bitten. Erwachsene Menschen kommen durchaus eine Zeitlang ohne Flüssigkeitszufuhr aus. Wenn es sich aber um eine Sondersituation wie eine Hitzewelle handelt, darf man ruhig nachfragen. Es hilft ja niemandem, wenn Sie sich vor lauter Flüssigkeitsmangel nicht mehr konzentrieren können. … wenn jemand niest? Auf keinen Fall „Gesundheit“ sagen! Als im Mittelalter die Pest umging, steckten sich die Menschen durch Tröpfcheninfektion an. Daher sagte man, wenn jemand nieste, „Gott gebe mir Gesundheit“, später wurde daraus die Kurformel „Gesundheit!“. Es ging also nie darum, dem anderen Gesundheit zu wünschen, sondern sich selbst. Und heute in Zeiten heftiger Grippeepidemien heißt „Gesundheit!“ auch nichts anderes als „Vielen Dank, dass du mir deine Viren und Bakterien entgegenschleuderst!“. Wollen Sie das wirklich zu jemandem sagen? In vielen anderen Ländern glaubte man im Mittelalter, dass beim Niesen die Seele  mit herausgeschleudert würde und so der Teufel in den Körper eindringen könne. Ein „Gott segne dich“ oder kurz und englisch „Bless you“ sollte Schlimmstes verhindern. Heute glauben wir dank Aufklärung und medizinischem Fortschritt nicht mehr an solchen Unsinn und brauchen deshalb diese Formel nicht mehr. Das Beste ist also in jedem Fall, das Niesen des anderen zu überhören. Passiert es Ihnen selbst, entschuldigen Sie sich höflich dafür. … wenn mein Sitznachbar im Zug so laut schnarcht, dass der ganze Wagon ihn hört? In allen schwierigen Situationen, in denen es (noch) keine festgelegten Benimmregeln gibt, handele ich nach der sogenannten goldenen Regel (oder Kants kategorischem Imperativ): „Behandele andere immer so, wie du behandelt werden willst.“ Ich überlege dann ganz konkret, was mir in der jeweiligen Situation helfen oder guttun würde. In diesem Fall würde ich davon ausgehen, dass der schnarchende Mann nicht möchte, dass er vom gesamten Zug angestarrt wird. Ich würde ihn deshalb sehr vorsichtig wecken und ihm mit einem freundlichen Lächeln die Situation erklären. … wenn bei meinem Azubi das Deo versagt hat? Vermutlich hat der Auszubildende gar nicht bemerkt, dass er streng riecht, sonst hätte er an diesem Umstand sicher etwas geändert. Ich würde ihm diese Tatsache deshalb schonend beibringen und ihn bitten, am nächsten Tag mit leistungsstarkem Deo zur Arbeit zu kommen. … wenn mein Kunde beim Geschäftstermin Wein bestellen möchte? Ob Sie mit Ihrem Kunden zusammen ein oder mehrere Gläser Wein – oder andere alkoholische Getränke – zu sich nehmen sollten, hängt sehr von der Situation ab. Wenn schon ein Glas Wein Ihre Konzentration trübt, lehnen Sie lieber höflich ab. Falls nicht, spricht nichts gegen ein gepflegtes Glas zum Essen, im Gegenteil, gemeinsam genießen kann auch Verbundenheit schaffen. Wenn Sie sich abends nach getaner Arbeit treffen, darf es auch ein Glas mehr sein. Allerdings sollten Sie Ihre Grenzen ganz genau kennen. Es wäre schon sehr ärgerlich, wenn der Termin peinlich enden würde, weil Sie Dinge ausplaudern, die Ihnen nüchtern nie über die Lippen gekommen wären. Bier statt Wein ist eher unüblich, kann aber durchaus Sinn machen, wenn das Treffen in einem Brauhaus stattfindet. Niemals sollten Sie allein Alkohol trinken, entweder beide/alle oder keiner.
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